Senioren-Aktivitäten in Meckenheim

Treffen der Interessenten an Senioren-Aktivitäten in Meckenheim
5. Januar 2010, Caritas-Haus, Meckenheim

Teilnehmer:

Ulrich Becker, Guido Gamer, Annegret Kastorp, Dr. Brigitte Kuchta, Barbara Leukel, Lieselotte Reichart, Ingrid Röber, Susanne Schacht, Margarete Theves, Hans-Clamor Wellenkamp, Heidi Wiens sowie Eberhard Busch, Karin von Eisenhart-Rothe, Dr. Erika Neubauer und Regina Zillinger vom Forum Senioren Meckenheim

Tagesordnung:

  1. Begrüßung, Protokoll, Tagesordnung

  2. Vorstellung des Freiwilligen-Zentrums OASE

  3. Rückblick 1. lokales Bürgerforum:

  4. Möglichkeiten der Begegnung Alt / Jung

  5. Anregungen / Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit

TOP 1

Nach der Begrüßung zur ersten Sitzung im Neuen Jahr wurden das Protokoll sowie die Tagesordnung genehmigt.

In der kurzen Vorstellungsrunde wurden insbesondere die neu hinzugekommenen Teilnehmer aufgefordert , sich etwas ausführlicher bekannt zu machen.

TOP 2

Frau Susanne Schacht berichtete als Team-Mitglied über die Arbeit des Freiwilligen-Zentrums OASE. Das Aufgabenfeld der OASE richtet sich darauf, über die Möglichkeiten freiwilligen Engagements in Meckenheim zu informieren, Bürgerinnen und Bürger bei der Suche nach ehrenamtlichen Tätigkeiten zu beraten und in die Institutionen zu vermitteln, mit denen Kontakt besteht. Früher gab es bereits eine OASE. Nach Jahren der Unterbrechung erfolgte im Mai 2009 eine Neugründung. Die OASE wird unterstützt vom Caritasverband, der durch Frau Kastorp auch die professionelle Begleitung leistet, sowie dem Diakonischen Werk, der Stadt Meckenheim und dem Katholischen Familienbildungswerk. Noch befinden sie sich in der Aufbauphase, in der potentielle Anbieter ehrenamtlicher Arbeit angesprochen werden und sich aus eigener Initiative bei der OASE melden. Mit ihnen wird ein Anforderungsprofil für Interessenten erstellt. Auf der anderen Seite können sich auch ehrenamtlich Interessierte an die OASE wenden, außerdem werden mit Hilfe der Presse o.ä. Ehrenamtliche dazu aufgerufen, sich zu melden. Seit dem Start am 07.12.2009 gibt es bereits einige Anfragen und Gespräche mit Institutionen, die Ehrenamtliche suchen und Interessierten, die sich engagieren möchten.

An diese Vorstellung schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Diese betraf vor allem die folgenden Punkte:

  • Nachfrage nach der Vorgeschichte der OASE: Warum hat sie jahrelang nicht existiert, obwohl sie früher mit Landesmitteln gefördert worden war? Da niemand vom damaligen Team bei der Sitzung anwesend war, konnte darauf keine schlüssige Antwort gegeben werden. Vermutungen und mögliche Gründe sollten an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden.

  • Nachfrage nach der Struktur: Die Unterstützung und Finanzierung ist unter den Trägern klar geregelt, auch die Aufgaben im 5-köpfigen Team sind gut verteilt. Herr Brümmer hält den Kontakt zur Caritas etc. Das Büro ist am Montag von 10 – 12 Uhr und am Mittwoch von 15 – 17 Uhr geöffnet.

  • Da die OASE ausschließlich an Institutionen vermittelt, wurde danach gefragt, wie es mit Einzelpersonen aussieht, die Hilfe suchen? – Darauf erfolgte die eindeutige Antwort, dass diese an WIGWAM verwiesen werden. Die OASE versteht ihre Aufgabe als Lotsenfunktion zwischen nachfragenden Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und Organisationen, die ehrenamtliche Mitarbeiter suchen.

Die Diskussion mündete schließlich in Überlegungen, wie eine Kooperation zwischen Forum Senioren und OASE aussehen könnte. Momentan braucht jede Seite noch Entwicklungszeit, aber schon jetzt kann – wie beim Tunnelbau – aufeinander zu gearbeitet werden. So wäre es z.B. möglich, für ein bestimmtes Projekt wie etwa „Bürgerbus“ mit Hilfe der OASE noch Freiwillige zu gewinnen. Und die OASE kann z.B. den 2. Meckenheimer Seniorentag als Werbemöglichkeit nutzen. Um gegenseitig den Entwicklungsstand verfolgen zu können, wird schon jetzt eine Verschränkung angebahnt, z.B. durch die Teilnahme an Interessententreffen.

TOP 3

Beim Rückblick auf das 1. lokale Bürgerforum zu „Einkaufen und Dienstleistungen“ wurde eingangs darauf hingewiesen, dass nur ein Teil der Teilnehmer echt am Thema bzw. an einer Projektmitarbeit interessiert waren, andere sich eher über das Vorgehen und die Anwesenheit anderer Parteien informieren wollten. Beim nächsten Forum sollte daher stärker darauf geachtet werden, Leute anzusprechen, die sich wirklich engagieren wollen.

Danach fokussierte sich die Diskussion auf die Projektgruppe „Bürgerbus“. Frau Dr. Kuchta hat bereits an die in Meckenheim vertretenen Fraktionen appelliert, das Projekt parteiübergreifend zu unterstützen. Dazu wurden noch weitere Ratschläge gegeben:

  • Bedarf für „Bürgerbus“ feststellen, z.B. durch Umfragen in den Ortsteilen

  • In Seniorenkreise gehen, um den Bedarf zu wecken

  • Kontakt mit dem RVK aufnehmen, über Lücken in der Versorgung unterrichten

  • Ein funktionierendes Modell aus der Region vorstellen.

Auch zu den folgenden lokalen Bürgerforen erfolgten noch Anregungen. So sollte vorher abgeklärt werden, dass auch wirklich fundierte Beiträge kommen, z.B. zu Pflege. Das Thema „Kulturelles“ fehlte bisher, wird aber im 3. Bürgerforum aufgegriffen. Frau Reichart wird Frau von Eisenhart-Rothe, die dieses Forum koordiniert, über ihre langjährigen Erfahrungen berichten, was alles getan werden kann. In diesem Forum wird auch der Bereich „Alt-Jung“ thematisiert.

TOP 4

Frau Neubauer gab dann anhand von kopierten Vorlagen einen Überblick über generationenübergreifende Projekte, von denen überall in Deutschland vielfältige Beispiele existieren. Dabei können folgende Handlungsfelder unterschieden werden:

  1. Dialog / Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen

  2. Gemeinsam etwas tun

  3. Mentorenprogramme

  4. Nähe vermitteln / Hilfe geben

  5. Miteinander wohnen

Viele Projekte wurden von einem Initiator / einer Initiatorin ins Leben gerufen, der / die andere begeistern kann, so dass der „Funke überspringt“ und sich die Zusammenarbeit ausweitet. Befragungen haben auch gezeigt, dass es sich bei den meisten Projekten nicht um „Eintagsfliegen“ handelt und sie dauerhafter sind, als allgemein angenommen wird. Um ein neues Projekt zu starten, empfiehlt es sich, Kontakte mit Einrichtungen zu knüpfen, bei denen die gesuchten Altersgruppen vorhanden sind. Daher sollten Ältere z.B. auf Kindergärten oder Schulen zugehen, wenn sie entsprechende Aktivitäten planen.

In Meckenheim bestehen bereits das „Paten“-Projekt, Hausaufgabenhilfen etc. Das Familienzentrum „Am Ehrenmal“ gehört zu den Kooperationspartnern des Forum Senioren. Hier wäre es möglich, die 2-wöchentlich stattfindenden „Eltern-Cafés“ zu „Groß“-Eltern-Cafés“ auszuweiten, es gibt auch junge Familien, die „Großeltern“ suchen („rent a grant“). Mit dem „Generationenhaus“, bzw. dem früheren JUZE, fand auch schon eine Begegnung statt, die eine spätere Zusammenarbeit nahelegt.

Aus dem Teilnehmerkreis kamen dazu noch weitere Vorschläge. So eröffnet das „Johannesnest“ die Möglichkeit zu interkulturellen Begenungen, auch die Pfadfinder bieten Ansatzpunkte. Frau Röber erinnerte an die Einsamkeit Älterer als Problem. Hier sind Möglichkeiten zu suchen, an sie heranzukommen. Sie könnten z.B. durch Jüngere abgeholt werden.

TOP 5

Als eine Anregung für die weitere Arbeit berichtete Herr Wellenkamp über das neue Angebot des Bürgervereins „Wissenswertes aus den Nachbargemeinden“. Es gibt ein gutes Beispiel dafür ab, wie durch Aktivitäten etwas in Bewegung kommt. Seit der Einführung erweist es sich als Riesenerfolg. Bei den Ausflügen wird auch versucht – etwa durch gemeinsames Kaffeetrinken – die Leute zusammen zu bringen. Herr Wellenkamp beabsichtigt, auch noch barrierefreie Reisen für Senioren anzubieten, um damit eine Lücke zu füllen. – Dieser Vorschlag fand großen Beifall.

TOP 6

Verschiedenes: Herr Becker empfahl, für das 2. lokale Bürgerforum aus Bonn den Verein „Wahlverwandtschaften“ als Praxisbeispiel zu gemeinschaftlichem Wohnen einzuladen. – Aus Zeitgründen wird das aber wohl erst bei einer Sitzung einer entsprechenden Projektgruppe zu realisieren sein.

Herr Gamer teilte mit, dass es in Meckenheim bereits eine von ihm geleitete (?) Gruppe gibt, welche die städtische Infrastruktur auf Barrierefreiheit prüft. Hier bestünde die Möglichkeit, die bereits in Bezug auf Behinderte bestehende Gruppe auf Senioren auszuweiten.

Das nächste Treffen der Interessenten findet am Mittwoch, den 28. April 2010, um 18 Uhr, wieder im Caritashaus statt. Frau Kastorp wurde für die Gastfreundschaft gedankt.

Erika Neubauer, 13. Januar 2010

Letzte Aktualisierung: Jul 24, 2010

Termine

11.06.2011     WIGWAM  Für Jung und Alt

bietet an: Jeden 1. Dienstag im Monat findet in der öffentlichen Bücherei in der Adolf- Kolping – Strasse von 14.30 bis 17.30 Uhr eine Spielrunde für Kinder/ Jugendliche und Seniorinnen/ Senioren statt.

Jung und Alt sind sehr herzlich eingeladen mitzuspielen und sich kennen zu lernen.

Wenn Sie interessiert sind, melden Sie sich bitte an beim:
Caritasverband Rhein-Sieg e.V. -Verwaltung

Kirchplatz 1
53340 Meckenheim
Telefon: 02225 9924-0
Telefax: 02225 9924-25
E-Mail: Hildegunde.Schmid@caritas-rheinsieg.de
Internet: www.caritas-rheinsieg.de

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